März: Empowerment, Entwicklung
Der Winter hat sich verbraucht, Schnee und Eis sind auf dem Rückzug. Das Diktat ist zu Ende. Befreit vom Kältegriff, kehrt neues Leben in die Natur zurück. Erst vorsichtig, dann immer zuversichtlicher. Alles regt sich, alles bewegt sich, alles pulsiert. Die Natur besinnt sich auf ihre Vielfalt und den wiedergewonnenen Freiraum. Die Freude ist groß. Der Frühling naht und machtvoll beginnt die Magie des Wachstums.

Keiner ist unersetzlich. Manager wissen das. Aber viele können trotzdem nicht loslassen; vor allem nicht von der Vorstellung, sie seien unersetzbar und ohne sie würde das Unternehmen zusammenbrechen. Mitarbeiter solcher Vorgesetzten haben es nicht leicht, wenn sie sich weiterentwickeln wollen. Das übliche Funktionieren im vorgegebenen Rahmen hat Vorrang. Jeder Zuwachs an Selbstständigkeit bedeutet ein Risiko für den Chef; schließlich trägt er die Verantwortung. Wer so denkt und damit die Vorstellung verbindet, alles selber machen oder zumindest entscheiden zu müssen, für den beginnt bereits der Stillstand.

Denn letztlich trägt der Vorgesetzte die Verantwortung für die Entwicklung des ganzen Teams, dafür, dass es voller Dynamik und Kreativität mit immer größerer Selbstständigkeit seine Leistung bringt. Nur dann wird auch er auf Dauer erfolgreich sein. Empowerment, den Mitarbeiter und das Team ermächtigen, zunehmend höherwertige Fach- und Management-Aufgaben in Eigenregie zu übernehmen, ist der Anspruch, dem sich heutige Führungskräfte stellen müssen.


Treten Sie deshalb bildlich zur Seite und lassen Sie Ihre Mitarbeiter ran. Übergeben Sie Aufgaben, die Sie nicht unbedingt selber machen müssten, schrittweise und im Einverständnis an das Team. Fördern Sie so nachhaltig die Entwicklung Ihrer Mannschaft und gehen Sie gleichzeitig sorgfältiger mit Ihren eigenen Ressourcen um. Und denken Sie daran: "Jeder Vorgesetzte hat die Mitarbeiter, die er verdient."