August: Erfolg, Reflexion
Kein Kämpfen mehr und große Dynamik, die Natur ist am Ziel. Mit ihrer unermesslichen Vielfalt, in ihrer ganzen Fülle hat sie sich nach allen Seiten ausgedehnt, ist gewachsen, hat sich erneuert. Trunken vom Erfolg, wogt sie im Wind, leuchtet sie im Sonnenlicht. Großes Genießen, jeder Tag ist schön und leicht. Die Früchte reifen wie von selbst und sichern die ferne Zukunft.

Jeder braucht den Erfolg, das Gefühl, es geschafft zu haben. Gerade dann, wenn man ihn hart erarbeiten und lange genug auf ihn warten musste. Meinem eigenen Anspruch und dem anderer gerecht geworden zu sein, lässt eine tiefe innere Befriedigung und Genugtuung entstehen; das Selbstwertgefühl steigt, und das Lebensgefühl erhält einen Schub.

Aus erwarteten Erfolgen erwächst Mitarbeitern die größte Motivation, alles zu tun, um ein Ziel zu realisieren. Manager wissen das und führen entsprechend. Oft bleibt es bei diesem ersten Schritt. Ist der Erfolg da, wird er klein geredet oder zur Selbstverständlichkeit; oder er bleibt unbeachtet oder wird anderen zugeordnet. Das ist Verrat an der Leistung der Betroffenen, tiefe Enttäuschung und später Aggressivität sind die schlimmen Folgen. Deshalb sollten Manager auch den zweiten Schritt tun und jeden noch so kleinen Erfolg gebührend und ausführlich anerkennen. Aus der Reflexion über die Ursachen entsteht eine gerechte Würdigung.

Auch in Ihrem Verantwortungsbereich werden laufend Ziele erfolgreich realisiert. Erliegen Sie nicht der Versuchung, aus diesen Leistungen Selbstverständlichkeiten werden zu lassen. Fragen Sie sich, wann Sie die erfolgreiche Arbeit Ihrer Mitarbeiter im harten Berufsalltag zu schnell abgehakt haben. Reflektieren Sie die Ursachen für den Erfolg und lassen sie denjenigen, die es gewesen sind, direkt und unmittelbar eine ehrliche Anerkennung zukommen.